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Haarausfall durch Eisenmangel?

– Veröffentlicht in: Haarausfall Ursachen

Im Körper von Menschen und Tieren kommt Eisen in oxidierter Form vor. Eisen gehört zu den essentiellen Spurenelementen, die vom Körper nicht selbst produziert werden können. Deshalb muss Eisen mit der Nahrung in den Organismus gelangen.

Der tägliche Verlust liegt bei etwa 1 bis 2 g. Es gilt, diese Menge immer wieder zu ersetzen, damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Mit einer gesunden Ernährung, die sämtliche lebensnotwendigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente im ausgewogenen Verhältnis beinhaltet, kommt es normalerweise zu keinen Defiziten.

Kann Haarausfall durch Eisenmangel ausgelöst werden?

Als Mineralstoffe werden anorganische Nährstoffe bezeichnet, die der menschliche Organismus dringend benötigt. Im Gegensatz zu den Vitaminen, die durch Hitze oder Sauerstoff beeinträchtigt werden, spielt die Zubereitungsmethode bei Mineralstoffen keine wesentliche Rolle. Es sei denn, die Nährstoffe gehen beim Kochen verloren, weil das Garen in Wasser erfolgt, das nicht verzehrt, sondern weggeschüttet wird.

Von Spurenelementen ist die Rede, wenn die Konzentration im Körper weniger als 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht beträgt. Eisen nimmt eine Sonderstellung ein. Obwohl die Ansammlung etwa 60 mg pro kg Körpergewicht ausmacht, wird Eisen zu den Spurenelementen gezählt.

Eisenmangel kommt relativ häufig vor

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass auf globaler Ebene jeder dritte Mensch mehr oder minder von Eisenmangel betroffen ist. Die hauptsächlichen Ursachen liegen in einer unzureichenden oder einseitigen Ernährung begründet.

Bei Frauen besteht wegen der Regelblutung generell ein höherer Eisenbedarf. Das Fehlen wichtiger Nährstoffe zeigt sich in der Regel nicht sofort mit Symptomen. Leidet der Körper aber über längere Zeit unter Defiziten, reagiert er häufig mit physischen oder psychischen Beschwerden.

Um Haarverlust durch Eisenmangel auszuschließen, empfiehlt sich eine optimale Versorgung des Körpers mit Eisen.

Das Spurenelement Eisen und seine Funktion im menschlichen Körper

Eisen trägt zu einer normalen kognitiven Funktion, einem normalen Energiestoffwechsel, der normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin, einem normalen Sauerstoffwechsel im Körper, einer normalen Funktion des Immunsystems und einer Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Darüber hinaus hat Eisen eine Funktion bei der Zellteilung.

Zu den eisenhaltigen Lebensmitteln zählen:

(Der angegebene Eisengehalt in folgender Liste bezieht sich immer auf 100 g der jeweiligen Nahrung.)

  • Entenleber (bis zu 30mg)
  • Schweineleber (18mg)
  • Weizenkleie (16mg)
  • Kürbiskerne (12mg)
  • Leinsamen (8mg)
  • Hühnereigelb (5,5mg)
  • Weiße Bohnen, getrocknet (6mg)
  • Pfifferlinge (6mg)
  • Austern und Miesmuscheln (5,8mg)
  • Haferflocken (4,2mg)
  • Mandeln (4,2mg)
  • Haselnüsse (3,7mg)
  • Buchweizen (3,5mg)
  • Schwarzwurzeln (3,3mg)
  • Spinat (2,7mg)
  • Ölsardinen (2,5mg)
  • Walnüsse (2,5mg)
  • Erdnüsse (2,4mg)
  • Rindfleisch (2,1mg)
  • Roggenmehl (2,1mg)
  • grüne Erbsen (1,9mg)
  • Schweinefleisch (1,4mg)
  • Schwarze Johannisbeeren (1,3mg)

Fleisch bzw. Fisch unterstützt beim Verzehr mit anderen eisenhaltigen Lebensmitteln die Eisenzufuhr. Eine noch höhere Aufnahmebereitschaft lässt sich in Verbindung mit Vitamin C erzielen.

Eisenmangel feststellen

Um den körpereigenen Eisenwert zu ermitteln, bedarf es einer Blutentnahme. Normale Eisenwerte liegen bei Männern zwischen 9 und 29 und bei Frauen zwischen 9 und 27 Mikromol pro Liter Blut. Bei niedrigeren Werten wird von Eisenmangel gesprochen.

Wer denkt, dass sein Haarverlust durch Eisenmangel ausgelöst wurde, sollte mit einem Arzt sprechen. Teilt der Mediziner die Vermutung, leitet er die Bestimmung des Eisenwertes umgehend in die Wege. Bei Eisenmangel werden für gewöhnlich Eisenpräparate verschrieben. Von einer Selbstmedikation ist abzuraten, weil sich eine zu hohe Eisenzufuhr schädlich auswirken kann.

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