Was hilft gegen Haarausfall?

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Kann Haarausfall durch Rauchen ausgelöst werden?

– Veröffentlicht in: Haarausfall Ursachen

Der menschliche Körper reagiert auf äußerliche Einflüsse positiv oder negativ. Während gesundheitsbewusste Menschen auf die Vermeidung von Schadstoffen achten, bringen Raucher ihren Körper mutwillig mit bedenklichen Substanzen in Kontakt.

Dass Zigaretten ungesund sind, wird inzwischen von niemandem mehr bestritten. Weniger bekannt dürfte die Tatsache sein, dass sich das Rauchen auch nachteilig auf das Haarwachstum auswirken kann.

Nichtraucher bewahren ihren Körper nicht nur vor Nikotin und seinen möglichen Folgen, sie verhalten sich auch hinsichtlich ihrer Haarpracht fürsorglich. Eine spätere Haartransplantation in Kauf nehmen oder doch lieber gleich mit dem Rauchen aufhören? Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten.

Lichter werdendes Haar kann viele Gründe haben: Haarausfall durch Rauchen zählt dazu

Mit jeder Zigarette gelangt Nikotin in den Körper. Etwa ein Viertel davon erreicht innerhalb weniger Sekunden das Gehirn, wo es physiologische Reaktionen in Gang bringt: z. B. einen schnelleren Herzschlag, Blutdruckanstieg und die Reduzierung des Hautwiderstands.

Auf psychischer Ebene findet eine Unterdrückung von Angst, Stress, Unsicherheit und Nervosität statt. Der Raucher vergiftet mit jedem Zug an der Zigarette seinen Körper, was eine Vielzahl an Krankheiten hervorrufen kann. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Nikotin und Haarverlust in Verbindung stehen.

In manchen Fällen ist das Rauchen gekoppelt mit weiteren Faktoren, die gegebenenfalls zu einer Verstärkung des Haarausfalls beitragen, wie ungesunde Ernährung und dadurch einen Mangel an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.

Wie wirkt sich Nikotin auf die Haare aus?

Rauchen Haarausfall

Durch Rauchen kann möglicherweise Haarausfall ausgelöst werden.

Haarausfall ist meist genetisch bedingt. Bei Rauchern können darüber hinaus die im Zigarettenrauch befindlichen Giftstoffe die Blutgefäße verengen. Dadurch erfolgt eine Minderversorgung der Haarfollikel mit wichtigen Nähr- und Baustoffen, was sich auf den Haarwuchs ungünstig auswirkt.

Andererseits kommt es durch Nikotin zu einer geringeren Durchblutung der Kopfhaut, ein weiterer Faktor, der eventuell zu Haarausfall führt. Es besteht auch noch der Verdacht, dass sich durch Nikotin das Erbgut der Haare verändert und die Haarfollikel auf direktem Weg geschädigt werden.

Der Weg zum Nichtraucher

Für die Abhängigkeit trägt das in der Zigarette befindliche Nikotin die Verantwortung. Rauchfrei werden bedeutet, sich den Verlangensattacken und Entzugserscheinungen erfolgreich zu widersetzen.

Tipps für Raucher gibt es in vielen Zeitschriften, z. B. In der Apotheken Umschau, sowie auf etlichen Plattformen im Internet. Ein Gespräch mit dem Hausarzt erweist sich für gewöhnlich als förderlich. Höchstwahrscheinlich leitet er gleich eine Nikotinersatztherapaie ein.

Der Wunsch: „Weg von der Zigarette – hin zum Nichtraucher“, findet bei Medizinern volle Rückendeckung. Langsames Aufhören, indem die Zigarettenanzahl nach und nach gedrosselt wird, funktioniert in den meisten Fällen nicht.

Bei der Schlusspunktmethode, also von jetzt auf nachher dem Rauchen entsagen, liegen die Erfolgsaussichten generell höher. Vielleicht trägt der Gedanke, statt späterer Haartransplantation, lieber mit dem Rauchen aufhören, zu einem aussichtsreichen Abschied vom Nikotin bei.

Möglichkeiten, die eine Raucherentwöhnung unterstützen:

  • Nikotinpflaster
  • Nikotin-Lutschtabletten
  • Nikotinkaugummi (gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen)
  • Motivationsliste erstellen (Einfluss auf den Haarwuchs nicht vergessen!)
  • Alternativen zum Rauchen finden (z.B. beim Verlangen nach einer Zigarette ein Glas Wasser trinken).
  • Entspannungsübungen, wie etwa autogenes Training
  • Freunde informieren, damit sie keine Zigaretten mehr anbieten
  • Ausdauersport wie Nordic-Walking, Joggen oder Radfahren

Schlaf- und Konzentrationsstörungen in den ersten Tagen ohne Zigaretten sind normal, unter Umständen auch Kopfschmerzen und eine erhöhte Reizbarkeit.

Um diese Nebenerscheinungen abzumildern, werden Nikotinersatzpräparate empfohlen. Indem sie dem Körper Nikotin zur Verfügung stellen, lassen sich die Entzugssymptome abmildern.

Im Gegensatz zu einer Zigarette, sind diese Mittel weder mit Teer noch mit Kohlenmonoxyd und anderen gefährlichen Giftstoffen angereichert.

Was tun, wenn der Rauchentzug nicht gelingt?

Kommt es zu einem Rückfall, heißt es, kühlen Kopf bewahren. Ausrutscher müssen das Vorhaben nicht komplett infrage stellen. Vielleicht gelingt es beim nächsten Versuch, der idealerweise unmittelbar folgt.

Wer nach mehreren ernsthaften Anläufen den Weg zum Nichtraucher nicht schafft, sollte zumindest darauf achten, dass die tägliche Menge an Zigaretten auf einem möglichst geringem Niveau bleibt.

Für Raucher spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Vitamintabletten helfen wenig, als viel besser erweist sich ein ausgewogener Speiseplan mit reichlich Obst und Gemüse, damit der Organismus viele antioxidative Vitamine erhält. Nüsse, Samen und Pflanzenöle liefern Vitamin E, das zum Schutz der Zellen vor oxidativen Stress beiträgt.

Fazit:

Rauchen nimmt negativen Einfluss auf die Gesundheit, die Haargesundheit eingeschlossen. Für Raucher, die an ausfallenden Haaren leiden, empfiehlt sich deshalb der Abschied von der Zigarette. Rauchfrei sein wirkt sich natürlich auch auf die anderen Organe positiv aus.

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