Wirksamkeit von Braunhirse gegen Haarausfall umstritten

Ein wirksames Naturheilmittel oder sogar gefährlich? Die Verwendung von Braunhirse gegen Haarausfall.

Hirse ist ein Spelzgetreide aus der Familie der Süßgräser. In Asien und Afrika wird Hirse noch heute als Grundnahrungsmittel angebaut. Hirse besitzt einen besonders hohen Anteil an Silizium, das vom menschlichen Organismus für den Knochenbau, zur Zellerneuerung und für die Haut- und Haarbildung benötigt wird.

Aus diesem Grund wird Hirse in der Naturheilkunde als Mittel gegen Haarausfall betrachtet. Braunhirse verfügt darüber hinaus noch über Magnesium, Kalzium, Zink, Eisen, Natrium und einen hohen Anteil an Ballaststoffen, die den Blutzuckeranstieg nach dem Essen reduzieren und die Darmtätigkeit positiv unterstützen.

Braunhirse – Definition

Die in Naturkostläden angebotene Braunhirse wird komplett mit den Randschichten sehr fein gemahlen und kann im Müsli, im Saft oder im Joghurt als Hausmittel gegen Haarausfall verzehrt werden. Früher zählte die Rispenhirse, mit der botanischen Bezeichnung “Echte Hirse” bei uns zum regulären Feldanbau. Als Braunhirse wird die Urform der Hirse bezeichnet. Diese Wildhirse besitzt noch heute weitaus mehr Nährstoffe als die Rispenhirse, weshalb gerade diese Hirse gegen Haarausfall empfohlen wird.

Treten bei Braunhirse gegen Haarausfall unerwünschte Nebenwirkungen auf?

Wie bei jedem anderen Hausmittel gegen Haarausfall kann auch bei der Braunhirse keine Heilung über Nacht erwartet werden. Vielmehr handelt es sich um eine Maßnahme, die neben einer schöneren Haut und kräftigeren Haaren auch noch die allgemeine körperliche Verfassung stärkt. Die positive Wirkung bei  Alopezie ist eigentlich eine Begleiterscheinung. Neuerdings gibt es aber auch kritische Stimmen, die vor der Braunhirse warnen.

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Inhaltsstoffe mit negativen Effekten

Braunhirse

Braunhirse

Spelze und Schalen werden bei der herkömmlichen Rispenhirse nicht nur wegen des herb-bitteren Geschmacks entfernt. In den Randschichten kommen nämlich pflanzliche Gerbstoffe, die Tannine, in erhöhter Konzentration vor. Sie besitzen eine blähende Wirkung und behindern die Absorption von Kalzium und Eisen. Die gleichfalls vorhandene Oxalsäure soll die Entstehung von Nierensteinen fördern. Händler, die Braunhirse gegen Haarausfall anpreisen, verschweigen manchmal diese Tatsachen.

Bei täglich niedrig zugeführten Menge kann Hirse gegen Haarausfall allerdings genutzt werden, denn gesundheitliche Auswirkungen sind dann wahrscheinlich nicht zu befürchten. Eine Alternative stellt zudem die Verwendung von Braunhirse-Keimlingen bei Alopezie dar, denn beim Keimen werden die schädlichen Substanzen zum größten Teil abgebaut.

1 Kommentar… Kommentar hinzufügen
  • Ruth Jan 23, 2015, 10:16 am

    Hallo,

    wie viel Hirse entspricht einer “niedrig zugeführten Menge”?

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